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kuschelmaus
Administrator
Anmeldungsdatum: 04.01.2008 Beiträge: 41 Wohnort: Münsterland |
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Migräne |
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Ist der Schmerz schon da…
Lebenstil: Wechsel von Spannung und Entspannung
Fast jeder Migräniker hat für sich herausgefunden, dass die Intensität seiner Kopfschmerzen in einem ruhigen, abgedunkelten Raum nachlässt. Einige berichten auch, dass Kälte- oder Wärmepackungen auf Nacken und Stirn eine deutliche Linderung bringen. Gelingt es darüber hinaus, sich in einen Zustand körperlicher und innerer Ruhe zu versetzen, sinkt der Schmerzpegel noch einmal ab. Auch einige Stunden Schlaf helfen. Insbesondere kleine Kinder wachen nach einem kleinen Schläfchen teilweise völlig schmerzfrei wieder auf.
Nutzen Sie alle Möglichkeiten, Kopfschmerzattacken auch ohne Medikamente die Spitze zu nehmen. Denn jedes Medikament, das wirkt, hat auch Nebenwirkungen. Und diese Nebenwirkungen schlagen bei Migränikern auch noch stärker zu Buche. So entwickeln sie häufiger Magen- und Darmbeschwerden bei der Einnahme von Schmerzmedikamenten als Nicht-Migräniker. Es gibt eine ganze Reihe von geeigneten Maßnahmen, die dem Auftreten von Migräneattacken entgegenwirken können.
Vorher: Trigger kennen und meiden
Die einfachste Methode, eine Migräneattacke zu vermeiden, ist, seine individuellen Triggerfaktoren zu kennen und dann einen großen Bogen um sie zu machen. Um jeden einzelnen. Es geht dabei nicht darum, jedes verdächtige Nahrungsmittel und andere Freuden kategorisch aus dem Leben zu streichen. Die Freude am Leben mit allzu vielen Einschränkungen zu knebeln, ist nicht Sinn und Zweck der Sache. Nein, mit Hilfe eines Kopfschmerzkalenders und einer Portion Geduld sollten Betroffene, die Faktoren identifizieren, die bei ihnen - und nur bei ihnen - einen Migräneanfall auslösen.
Unabhängig von den persönlichen Auslösern haben verschiedene Aspekte der Lebensführung einen direkten Einfluss auf den Migräneverlauf.
Eine Frage des Lebensstils
Versuchen Sie, Ihren Tagesablauf zu strukturieren, sorgen Sie für Regelmäßigkeit im Alltag - das gilt für die Arbeitszeiten genauso wie für Mahlzeiten und Schlaf. Reduzieren Sie Ihren Alkohol-, Koffein- und Nikotinkonsum. Unter der Woche sind diese Regeln relativ gut einzuhalten.
Wochenende, oh weh
Probleme mit einem kontinuierlichen Tagesrhythmus gibt es meist am Wochenende. Ergebnis: die "Wochenendmigräne". Schon die Abnahme der geistigen Spannung, ein verringerter Koffeinkonsum oder ausgiebiges Essen am Wochenende können die Schmerzzentren aktivieren. Achten Sie also darauf, die Phasen intensiver Belastung gleichmäßig zu verteilen und abrupte Wechsel der Gewohnheiten zu vermeiden.
Nicht immer nach Plan
Bei so vielen Verhaltensmaßregeln neigen einige Migränepatienten dazu, sich selbst übertrieben genau zu beobachten und in einem Netz von "Do´s and Don´ts" zu erstarren. Erinnern Sie sich immer wieder daran, dass das Leben nicht komplett vorhersagbar ist und lassen Sie auch mal Fünf gerade sein!
Der Migräne davon joggen
Regelmäßiger Ausdauersport kann die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken deutlich senken, zeigen Studien. Sportarten wie Joggen, Walken, Schwimmen oder Radfahren gelten aufgrund ihrer gleichmäßigen Belastung als ideal. Auch hier gilt: Maß halten! Fordern Sie Ihren Körper, aber überanstrengen Sie sich nicht. Nebenbei hebt körperliche Bewegung die Laune messbar. Da viele Migränepatienten phasenweise auch unter Depressionen leiden, ist hier der Sport doppelt gut.
Entspannungstraining
Entspannungsmethoden helfen beim Stressabbau. Jeder Migräniker sollte mindestens eine Methode beherrschen. Empfohlen werden die progressive Muskelentspannung nach Jacobson und das Biofeedback. Beim Biofeedback lernen Patienten, ihre Anspannung einzuschätzen und zu kontrollieren. Es dauert länger das Biofeedbackverfahren zu erlernen als die progressive Muskelentspannung. Auch Fantasiereisen gehören zu den Methoden der psychologischen Verhaltenstherapie und zeigen besonders bei Kindern gute Erfolge.
Verschiedene Methoden kombinieren
Vorteil der verschiedenen verhaltenstherapeutischen Methoden zur Migräneprophylaxe und Schmerzbewältigung ist, dass sie individuell miteinander kombiniert werden können. Dies macht sich die multimodale kognitive Verhaltenstherapie (KVT) zunutze. In Einzel- oder Gruppenarbeit von maximal 10 Sitzungen vermitteln Therapeuten unterschiedliche Verfahren und Tipps zur individuellen Kombination. Hauptziel dieser Kombi-Methode ist es, die Beeinträchtigungen durch den Schmerz so weit wie möglich zu reduzieren und die Selbstkontrolle zu erhöhen. Die Behandlungsprogramme sind gut ausgearbeitet und standardisiert.
Auch eine Akupunkturbehandlung kann die Häufigkeit der Attacken minimieren. Dies ist mittlerweile in Studien belegt.
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| 07.01.2008, 22:16 |
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