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kuschelmaus
Administrator
Anmeldungsdatum: 04.01.2008 Beiträge: 41 Wohnort: Münsterland |
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Bluthochdruck..Gefährlich !! |
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Bluthochdruck - Nummer 2 des "Tödlichen Quartetts"
Bei vielen Menschen in Deutschland fließt das Blut mit einem erhöhten Druck durch die Gefäße. Das Fatale: Bluthochdruckpatienten merken meistens nichts davon. Die Gesundheit der Betroffenen ist aber fortwährend gefährdet, denn Bluthochdruck belastet sowohl Herz als auch Kreislauf und kann schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen nach sich ziehen.
Metabolisches Syndrom
Somit ist Bluthochdruck ein echter Killer, weswegen er mit den anderen drei B´s – erhöhter Blutzucker, erhöhte Blutfettwerte und bauchbetontes Übergewicht – mit zum berühmt-berüchtigten tödlichen Quartett gehört. Der Vormarsch des Quartetts, dessen Zusammenspiel von Experten auch als „metabolisches Syndrom, die Geißel des 20. Jahrhunderts" bezeichnet wird, kostet jährlich Millionen Menschen in den westlichen Industrienationen das Leben.
Der Bluthochdruck ist eines der größten Sorgenkinder der behandelnden Ärzte, denn bei dauerhaft erhöhten Werten treten in vielen Fällen "nur" leichte Symptome wie Schwindelgefühle, Kopfschmerzen und Sehstörungen auf, bei den schwerer betroffenen Patienten allerdings schwere Schädigungen an Herz, Niere und Gehirn.
Da Bluthochdruck (über 140/90 mm Hg) bei vielen Patienten dauerhaft symptomfrei oder -arm verläuft, kann er sich zur tödlichen Gefahr entwickeln, denn er führt zur massiven Schädigung der Gefäßinnenseiten - der so genannten Arteriosklerose. Die Betroffenen selbst merken nichts von einem kurz bevorstehenden Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen. Insbesondere die Höhe des diastolischen Blutdrucks - des "unteren Wertes" – ist wichtig. Er sagt etwas über den Zustand des Kreislaufes in der Peripherie – den kleinsten Arterien und Arteriolen – aus. Diastolische Werte über 90 mmHg sind immer behandlungsbedürftig!
Risikofaktoren eliminieren
Bluthochdruck ist in einigen Fällen durch die Eliminierung von Risikofaktoren wie beispielsweise einer salzreichen Ernährung oder Übergewicht sowie großen Mengen an Zigaretten und Alkohol wieder ins Lot zu bringen. Leichter Ausdauersport wie Jogging, Schwimmen oder Radfahren tun nicht nur der Linie gut, sondern sorgen ebenso für ein gesundes Herz, das nicht unter zu großem Druck steht.
Apropos Druck: Ebenso notwendig für eine natürliche und sanfte Anti-Bluthochdruck-Therapie ist es Stress zu vermeiden. Ein abendlicher Spaziergang, Autogenes Training, das Lesen eines guten Buches oder der entspannende Genuss einer ausgewogenen Mahlzeit mit reichlich frischem Gemüse sowie Obst oder Fisch sind ein optimaler Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und tun sowohl der Seele als auch dem Herzen besonders gut.
Medikamentöse Therapie
Dennoch es hilft nichts: Ist der Blutdruck dauerhaft erhöht, müssen Medikamente – und zwar ein Leben lang – eingenommen werden. Der Arzt verordnet anfänglich meist nur ein Präparat. Für die Blutdrucksenkung reicht dies in vielen Fällen jedoch nicht aus, dann können verschiedene Medikamente auch kombiniert werden. Die meisten Menschen mit Bluthochdruck erhalten eine solche Kombinationstherapie. Wichtig ist für jeden Blutdruckpatienten auch die Überprüfung des Blutdrucks in regelmäßigen Abständen. Aus diesem Grund empfiehlt sich die Anschaffung eines Messgerätes für Zuhause.
Der Blutdruck
Die Blutdruckwerte des Menschen sind in einem gewissen Rahmen stabil. Eine kurzfristige und vorübergehende Änderung kann durch körperliche Arbeit, eine Lageveränderung, Schmerzen, psychische Einflüsse oder durch Stress ausgelöst werden. Der Blutdruck unterliegt außerdem tageszeitlichen Schwankungen: Die höchsten Werte ergeben sich am Vormittag, späten Nachmittag und frühen Abend. Während der Mittagszeit (besonders nach dem Mittagessen) sinkt der Blutdruck deutlich ab, am stärksten während der Nacht.
Die Blutversorgung der einzelnen Organe ist dabei zu bestimmten Zeiten durchaus unterschiedlich. So kann aufgrund verstärkter körperlicher Aktivität aus Leber und Milz als natürlichem Blutspeicher Reserveblut aktiviert werden kann.
Blutdruckmessung nach Riva-Rocci
Das Prinzip der unblutigen Blutdruckmessung geht auf den italienischen Arzt Scipione Riva-Rocci (1863-1943) zurück, deshalb ist für den am Arm gemessenen Blutdruck die Abkürzung RR nach Riva-Rocci üblich. Durch eine aufgeblasene Druckmanschette wird Druck auf den Oberarm ausgeübt, der die Arterien staut und den lokalen Blutdurchfluss stark einschränkt.
Durch Ablassen des Druckes sind mit dem Stethoskop die typischen "Korotkowschen Geräusche", zu hören. Diese kommen dadurch zustande, dass das Blut verwirbelt wird, und deshalb die Bewegungsgeräusche hörbar werden. Nach Erreichen des diastolischen Wertes, sind keine pulsierenden Geräusche mehr wahrnehmbar. Der Blutdruck (RR) erreicht in den Armarterien normalerweise einen Wert von 120 mmHg in der Systole, in der Diastole fällt er um etwa ein Drittel des Wertes auf durchschnittlich 80 mmHg.
Der Blutdruck sollte – sofern der Arzt nichts anderes angeordnet hat - immer zur gleichen Zeit, vor dem Essen und vor der Einnahme von blutdrucksenkenden Tabletten gemessen werden. Vor der Messung darf kein koffeinhaltiger Kaffee getrunken und auch nicht geraucht werden. Die Werte und die Bedingungen sind zur Kontrolle in einem Blutdruck-Pass notieren.
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| 08.01.2008, 09:26 |
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